Generic filters
FS Logoi
Generic filters

AMAG unterzeichnet Antwerpener Deklaration zur Förderung nachhaltiger Industrie

Ziel ist, die Klimawende zu schaffen und zugleich die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhalten.

von | 03.09.24

Priv.-Doz. Dr. Helmut Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der AMAG Austria Metall AG (©AMAG)
Priv.-Doz. Dr. Helmut Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der AMAG Austria Metall AG (©AMAG)

Mit der Unterzeichnung der Antwerpener Deklaration schließt sich die AMAG Austria Metall AG der dringenden Forderung von mehr als 1.000 energieintensiven Unternehmen der Grundstoffindustrie nach einem „European Industrial Deal“ an. Ziel ist, die Klimawende zu schaffen und zugleich die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhalten.

Helmut Kaufmann, CEO der AMAG, betont:„Die Unterzeichnung der Antwerpener Erklärung ist ein wichtiges Signal der AMAG und der gesamten energieintensiven Industrie in Europa. Wir stehen vor enormen Herausforderungen auf unserem Weg zur Klimaneutralität, und es ist essenziell, dass wir als Industrie die Unterstützung erhalten, die notwendig ist, um unsere Standorte zu modernisieren und nachhaltig zu gestalten. Eine moderne Infrastruktur und der Zugang zu CO2-freien Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen sind unerlässlich, um unsere Ziele zu erreichen.“

In 10 Punkten fordert die Erklärung unter anderem die Straffung widersprüchlicher Regulierungen und die Reduzierung überbordender Dokumentationspflichten sowie die Schaffung neuer gesetzgeberischer Anreize für grüne Technologien. Zudem wird eine Vereinfachung des Rahmens für staatliche Beihilfen für saubere Technologien gefordert, um den Übergang auf dieselben zu erleichtern. Die Erklärung unterstreicht die Notwendigkeit, Europa als weltweit wettbewerbsfähigen Energielieferanten zu positionieren und die Rohstoffversorgung zu sichern. Eine europäische Strategie für den Ausbau der Infrastruktur in Bereichen wie Energie, Digitalisierung, Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) und Recycling muss umgehend geschaffen werden. Zudem wird ein eigener Vizepräsident der EU-Kommission gefordert, der die Umsetzung des „Industrial Deals“ bis 2029 vorantreiben soll.

„Es besteht kein Zweifel, dass wir Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen müssen. Doch nachhaltige Industriepolitik ist nur dann nachhaltig, wenn die Industrie überlebt. Deshalb ist die Umsetzung der Forderungen der Antwerpener Erklärung entscheidend für eine erfolgreiche Bewältigung der Transformation zu einer CO2-neutralen Industrie. Was für Europa gilt, sollte auch in Österreich adäquat umgesetzt werden, ohne dabei im Alleingang über das vorgegebene Maß hinaus zu handeln. Ein unausgegorenes Erneuerbare-Gase-Gesetz und ein fehlendes Stromkostenausgleichsgesetz verschlechtern zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie, selbst im europäischen Vergleich“, so CEO Helmut Kaufmann.

(Quelle: AMAG Austria Metall AG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die ganze Welt der Metallurgie, immer in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Das Rezept für klimaneutrales Bier

Das Rezept für klimaneutrales Bier

Erhitzen, Pasteurisieren, Sterilisieren und Reinigen – Brauereien benötigen große Mengen thermischer Energie im Brauprozess, die derzeit noch überwiegend mit Erdgas erzeugt wird.

mehr lesen
Wettbewerbsfähiges Presshärten in Europa

Wettbewerbsfähiges Presshärten in Europa

Angesichts der seit Juli 2026 verschärften EU-Safeguard-Maßnahmen für Stahlimporte bietet Wickert Maschinenbau als Alternative Anlagen für das wettbewerbsfähige Presshärten von Struktur- und Verschleißbauteilen in Europa.

mehr lesen

Fachinformationen für Sie