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20 Jahre ABP Induction: Vom mutigen Neustart zur internationalen Erfolgsgeschichte

ABP Induction hat sein 20-jähriges Bestehen mit einem offiziellen Festakt gefeiert: Am 1. November 2005 wurde das Unternehmen aus dem ABB-Konzern herausgelöst und startete als eigenständige Gesellschaft in eine neue Zukunft.

von | 16.07.25

ABP CEO, Till Schreiter, auf der Jubiläumsfeier von ABP Induction (Quelle: ABP Induction Systems GmbH)
ABP CEO, Till Schreiter, auf der Jubiläumsfeier von ABP Induction (Quelle: ABP Induction Systems GmbH)

Heike Marzen von der Wirtschaftsförderung Dortmund würdigte ABP Induction als wichtigen Pfeiler der Dortmunder Wirtschaft und unterstrich die Relevanz von Innovationskraft und nachhaltiger Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Dortmund – beides bringe ABP mit.

Ernst-Peter Brasse vom Unternehmensverband Dortmund stellte den Faktor Mensch in den Vordergrund: ABP stehe als Mitglied im Unternehmensverband für nachhaltige Tariftreue, transparente Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung. Till Schreiter, CEO von ABP Induction, betonte, dass die Menschen im Unternehmen den Unterschied machten und dass der Standort Dortmund zur DNA des Unternehmens gehöre.

Ein Teil der Dortmunder Wirtschaft

Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund, würdigte ABP Induction als wichtigen Pfeiler der Dortmunder Wirtschaft. Sie betonte, dass das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten

„Innovationskraft, Engagement und nachhaltige Entwicklung“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe. Viele der Anwesenden hätten die Unternehmensentwicklung hautnah begleitet. Heike Marzen hob hervor, dass ABP Induction als „einer der global führenden Hersteller von Induktionsschmelzen, Erwärmungsanlagen und Aftermarket-Dienstleistungen“ ein wertvoller Partner für Dortmund sei. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von den innovativen Technologien und maßgeschneiderten Lösungen, die ABP weltweit einsetzt. „Sie sind der Botschafter Dortmunds in die Welt“, sagte Marzen.

Sie wies darauf hin, dass Dortmund 2021 zur Innovationshauptstadt Europas gekürt wurde, was auch auf die Leistungen und Netzwerke der lokalen Wirtschaft zurückzuführen sei. Marzen unterstrich dabei die Bedeutung der Kooperationen zwischen Unternehmen, IHK, Handwerkskammer und Netzwerken wie dem IndustrieNetzwerk Ruhr Ost, die zum Erfolg der Dortmunder Wirtschaft beitragen.

Mit Blick auf den Veranstaltungsort der Jubiläumsfeier – die digitale Werkbank als Teil des zukünftigen Industriecampus – zeigte sie sich zuversichtlich: „Wir sind sehr froh, dass wir mit innovativen Unternehmen wie Ihnen in die Entwicklung gehen können.“ Gleichzeitig mahnte sie die Notwendigkeit an, ausreichend Industrieflächen für die Weiterentwicklung bestehender Dortmunder Betriebe zu schaffen: „Unternehmen wie Sie sind das Rückgrat der Dortmunder Wertschöpfung.“ Zum Abschluss überreichte Marzen ein besonderes Präsent im Namen des Oberbürgermeisters: das Dortmunder Rhino, das sie als „inoffizielles Wahrzeichen“ der Stadt bezeichnete. Es stehe symbolisch für den Charakter Dortmunds – standhaft, entschlossen und innovationsfreudig.

Eine beeindruckende Entwicklung

Ernst-Peter Brasse, Geschäftsführer des Unternehmensverbands Dortmund, würdigte in seinem Grußwort die beeindruckende Entwicklung von ABP Induction am Standort Dortmund. Er erinnerte daran, dass ABP seit der Eigenständigkeit im Jahr 2005 mit damals 105 Beschäftigten gestartet sei und der Standort heute zur Zentrale weltweiter Aktivitäten mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewachsen ist.

Dies zeuge vom „Erfolg Ihres Unternehmens“, sagte Brasse. Er betonte die Schlüsselrolle des Dortmunder Standorts als Zentrum modernster Fertigung für Induktionsöfen: „Von der Planung über die Produktion, die Montage bis hin zum 24/7-Service werden hier sämtliche Leistungen abgedeckt.“

Besonders hob er die Vorreiterrolle des Unternehmens in der Digitalisierung hervor. Mit Angeboten wie myABP oder der ABP Academy seien innovative digitale Werkzeuge geschaffen worden.

Zudem beeindruckte ihn der „Einsatz von selbstlernenden Algorithmen in Kühlwassersystemen oder der Einsatz von KI im Qualitätsmanagement“, was die technologische Führungsrolle von ABP unterstreiche. Brasse lobte auch die Unternehmenskultur und die lange Betriebszugehörigkeit vieler Beschäftigter, die die „tiefe Expertise, Leidenschaft und gelebte Kultur“ des Unternehmens widerspiegelten. Er verwies auf den Beitrag von ABP zur Sozialpartnerschaft: „ABP ist seit Beginn Mitglied im Unternehmensverband und steht für nachhaltige Tariftreue, transparente Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung.“ Abschließend stellte Brasse die Innovationskraft und das klare Standortbekenntnis von ABP heraus: „20 Jahre Standort Dortmund stehen für beständige Innovationskraft und Service in Eigenverantwortung. Sie setzen Maßstäbe – von der Förderung junger Talente bis zur nachhaltigen Mitarbeiterentwicklung.“ Trotz aktueller Herausforderungen der Industrie sei ABP „Teil der Lösung“ und ein Vorbild für moderne Industriearbeit.

Geschichte

„Es war ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert CEO Till Schreiter an die Geburtsstunde von ABP Induction im Jahr 2005.

Damals löste sich das Unternehmen aus der Gießereisparte von ABB und trat mit dem Rückhalt eines Private-Equity-Investors den Weg in die Eigenständigkeit an. „Viele fühlten sich noch wie ‚ABB’ler‘ – aber gleichzeitig war dieser Wille spürbar: Wir zeigen, dass wir das alleine schaffen.“

Die ersten Jahre waren geprägt von Dynamik, Mut und einem ausgeprägten Pioniergeist. „Es wurden neue Systeme eingeführt, internationale Strukturen aufgebaut“, beschreibt CFO Bernd Bartelheimer den Kraftakt der Anfangsjahre. Und er betont: „Das war kein lokaler, sondern ein globaler Prozess – eine Mammutaufgabe.“

Seit 2019 ist ABP Teil der MHI-Gruppe – ein strategischer Eigentümer mit langfristiger Perspektive.

„Im Unterschied zu einem Private-Equity-Partner geht es hier nicht nur um kurzfristige Rendite, sondern um nachhaltige Entwicklung“, erklärt Till Schreiter. „Und das gibt uns Raum für Innovationen – auch in Krisenzeiten.“ Zukunftsweisend ist dabei die konsequente Digitalstrategie, die bereits 2017 gestartet wurde.

Was bleibt als Zwischenbilanz nach zwei Jahrzehnten? Ein Unternehmen, das seinen Ursprung nie vergessen hat, aber mutig neue Wege geht. Ein Team, das gewachsen ist – fachlich wie menschlich.

Und eine Haltung, die Dr. Hammer so zusammenfasst: „Wir verschieben technische Grenzen. Immer wieder. Und immer gemeinsam.“

People, Technology, Success

Till Schreiter, CEO von ABP Induction, betonte, dass der Standort Dortmund „unsere DNA“ sei und ABP dort auf eine 95-jährige Tradition zurückblicken könne. Die Verbundenheit zur Region, die gute Infrastruktur und die Nähe zur TU Dortmund seien wichtige Faktoren für den Unternehmenserfolg. Diese Standorttreue zeigte sich laut Schreiter auch in Investitionen wie der großen Wickelbank, deren Installation 2012 ein klares Bekenntnis zum Standort war.

Unter dem Leitsatz „People, Technology, Success“, der gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt wurde, beschrieb Schreiter die besondere Unternehmenskultur bei ABP.

„People“ stehe bewusst an erster Stelle: „Die Menschen machen bei uns im Unternehmen den Unterschied.“ Diese Haltung spiegele sich in langjährigen Beschäftigungsverhältnissen über mehrere Generationen, der aktiven Ausbildung von Nachwuchs und einem gesunden Altersdurchschnitt wider. Dabei setze ABP auch auf Empfehlungen im Freundes- und Familienkreis, um neue Talente zu gewinnen.

Technologisch erinnerte Schreiter an Meilensteine wie die weltweit ersten 56-Tonnen-Induktionsöfen mit 42 Megawatt Leistung 2012 in China – „damals revolutionär“ –, und die Querfelderwärmung mit 36 Megawatt 2014, die neue Produktionsprozesse ermöglichte. Er unterstrich die Bedeutung von Innovation und Mut, Grenzen immer wieder zu verschieben.

Digitale Projekte wie das offene Portal myABP, das bereits 2018 gestartet wurde, seien Beispiele für den frühen Einstieg in die Digitalisierung: „Ohne Digitalisierung geht es heute nicht mehr.“ Sie helfe nicht nur, Prozesse effizienter zu gestalten und Energie einzusparen, sondern ermögliche auch den Erhalt von Erfahrungswissen angesichts des demografischen Wandels. Durch die Kooperation mit Partnern könne ABP digitale Lösungen weltweit anbieten und flexibel auf globale Herausforderungen reagieren. Till Schreiter bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern und ihren Familien: „Ohne Ihren Mut, Ihr Können, Ihren Einsatz wäre diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen.“ Er sprach von einem Unternehmen, das stolz auf seine Vergangenheit blicke, aber überzeugt sei, dass „die beste Zeit von ABP nicht hinter uns liegt, sondern immer vor uns.“

Der Standort Dortmund – Herz der Erfolgsgeschichte

Seit mehr als 95 Jahren ist der Standort Dortmund Heimat für den Ofenbau – die Anfänge reichen bis ins Jahr 1929 zurück. Bereits seit 1903 steht ABP mit den Vorgängerunternehmen in der Tradition des Induktionsofenbaus, beginnend mit dem ersten Induktionsrinnenofen von ASEA in Schweden. Das Werk in Dortmund entwickelte sich in den Jahrzehnten über verschiedene Fusionen – ASEA, BBC, ABB – stetig weiter. Selbst nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Standort mit vereinten Kräften wiederaufgebaut und entwickelte sich zu einem weltweit anerkannten Kompetenzzentrum für induktive Schmelz- und Erwärmungstechnik.

Die Lage am Dortmunder Hafen bietet bis heute logistische Vorteile. Eng vernetzt mit der TU Dortmund und einem gewachsenen Partnernetzwerk in der Region, zieht ABP weiterhin Fachkräfte aus ganz Deutschland an. Der Standort Dortmund steht für Industriekultur, Innovationskraft und eine außergewöhnliche Mitarbeiterbindung.

(Quelle: ABP Induction Systems GmbH)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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