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Unsere monatlichen Specials

Entdecken Sie monatlich neue Einblicke in die Metallurgie-Industrie mit unseren spezialisierten Themenberichten – fundiertes Fachwissen für Ihre strategischen Entscheidungen. Unsere Redaktion analysiert aktuelle Trends, Herausforderungen und Innovationen in Schlüsselbereichen der Branche und liefert Ihnen in Themenberichten, Interviews und Nachrichtenmeldungen – alles an einem Ort übersichtlich zusammengebracht – den absoluten Durchblick.

Von nachhaltigen Recyclinglösungen im Aluminiumsektor über dynamische Entwicklungen im globalen Stahlhandel bis hin zu detaillierten Länderreports – unsere Specials bieten Ihnen die Informationsbasis, die Sie für zukunftssichere Geschäftsentscheidungen benötigen.

Bleiben Sie mit uns am Puls der Metallurgie-Branche und sichern Sie sich regelmäßig wertvolles Insiderwissen für Ihren Wettbewerbsvorteil.

Mai – Vakuumöfen

Vakuum-Ofen (Quelle: IVA Schmetz)

Vom Chirurgieskalpell bis zur 15-Tonnen-Druckgussform: Vakuum-Kammeröfen können mehr, als die meisten ahnen

Härten, Anlassen, Glühen — das klingt nach Routine. Doch moderne Vakuumofentechnik ist weit mehr als das: Sie lötet Plattenwärmetauscher in der Großserie, kühlt Werkzeuge auf Tiefsttemperaturen, reichert Oberflächen mit Kohlenstoff an — und das alles ohne Randoxidation, metallisch blank und vollautomatisch. Björn Eric Zieger von der IVA Schmetz GmbH erklärt, welche Bauformen, Vakuumsysteme, Heizkonzepte und Abschreckmechanismen hinter dieser Vielseitigkeit stecken — und warum die Wahl des richtigen Systems über Verzug, Härtestreuung und Energiekosten entscheidet. Ein Überblick, der Lust macht, tiefer einzutauchen.

Vakuumhärteofen (Quelle: Aichelin Group)

Wasserstoff als Abschreckmedium? Was lange vergessen schien, könnte die Wärmebehandlung grundlegend verändern

Stickstoff ist Standard, Öl ist bewährt — aber Wasserstoff? Die Aichelin ST Vacuum GmbH zeigt, warum das leichteste Element im Periodensystem als Abschreckgas eine echte Renaissance erlebt: höhere Wärmeübergangskoeffizienten, wirtschaftliche Drücke bis 20 bar, weniger Bauteilver­zug und sogar die Möglichkeit, kostengünstigere Stahlsorten einzusetzen. Kombiniert mit der Niederdruckaufkohlung, bei der höhere Prozesstemperaturen die Behandlungszeit drastisch verkürzen und gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck senken, entsteht ein Ansatz, der ökonomische und ökologische Anforderungen gleichermaßen erfüllt. Wer wissen will, wie sich Vakuumtechnik, Wasserstoff-Abschreckung und Einsatzhärten zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept zusammenfügen, sollte diesen Artikel nicht verpassen.

Bild 1: Doppelkammer-Vakuumofen mit Ölabschreckung, Typ CaseMaster Evolution (Quelle: SECO/WARWICK)

50-mal weniger Verschleiß — und das ganz ohne offene Flammen, toxische Emissionen oder Brandgefahr

Das klingt nach Zukunftsmusik, ist aber das Ergebnis konkreter Laborversuche: SECO/WARWICK hat gemeinsam mit dem polnischen Wärmebehandlungsunternehmen Hart-TECH systematisch untersucht, was das Niederdruck-Karbonitrieren im Vakuumofen wirklich leisten kann — und die Resultate sind beeindruckend. Bei bestimmten Automatenstählen steigerte das Verfahren die Oberflächenhärte um 150 HV, erhöhte die effektive Einsatztiefe um 13 % und reduzierte den Bauteilverschleiß gegenüber der klassischen Niederdruckaufkohlung um mehr als das Fünfzigfache. Dazu kommt: Der Prozess läuft vollautomatisch, vollständig reproduzierbar und ohne die CO₂-, CO- und NOₓ-Emissionen herkömmlicher Atmosphärenöfen. Wer wissen will, für welche Stahlsorten sich das Verfahren wirklich lohnt — und wo es seine Grenzen hat — sollte diesen Forschungsbericht nicht verpassen.