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voestalpine und Bertrandt entwickeln eine skalierbare Batterieplattform mit Stahlgehäuse

Die voestalpine Stahl GmbH, Tochtergesellschaft der Steel Division der voestalpine AG, und der Entwicklungsdienstleister Bertrandt haben ihre Kompetenzen in der virtuellen Entwicklung einer Batterieplattform gebündelt und gemeinsam eine skalierbare Batterieplattform mit Stahlgehäuse entwickelt.

von | 02.08.21

02.08.2021. Die voestalpine Stahl GmbH, Tochtergesellschaft der Steel Division der voestalpine AG, und der Entwicklungsdienstleister Bertrandt haben ihre Kompetenzen in der virtuellen Entwicklung einer Batterieplattform gebündelt und gemeinsam eine skalierbare Batterieplattform mit Stahlgehäuse entwickelt.

Bertrandt Scalable Battery Platform powered by voestalpine

Die „Bertrandt Scalable Battery Platform powered by voestalpine“ verfügt über ein Stahlgehäuse und lässt sich einfach und effizient an unterschiedliche Batteriegrößen anpassen. Als zentrales Element übernimmt das Stahlgehäuse eine Vielzahl an Funktionen. Dazu zählen Crashfestigkeit und Brandsicherheit zum Schutz der Batteriezellen, Gewichtsoptimierung durch entsprechende Auswahl an Stahlsorten und Wirtschaftlichkeit. Verpackt ist das in einem optimalen Konzeptdesign. Ab sofort ist diese Lösung für Automobilhersteller und Systemlieferanten verfügbar.

Experten aus den Bereichen Electronics und Product Engineering bei Bertrandt entwickelten eine skalierbare Batterieplattform. Diese ermöglicht es, verschiedene Modulvarianten sowie elektrische bzw. elektronische Komponenten zu integrieren und damit gleichzeitig ein hohes Maß an projektspezifischen Lösungen zu realisieren. Beim dazugehörigen Gehäuse setzten die Bertrandt-Ingenieure auf Stahl. Damit kam das Technologieunternehmen voestalpine Stahl ins Spiel.

„Mit voestalpine haben wir den idealen Partner gefunden, um unsere Idee zu verwirklichen“, sagt Matthias Medger, Head of Technical Sales and Solutions eMobility.

Umsetzung seit Herbst 2020

Seit Herbst 2020 wurde das Projekt mit einem Team aus Experten von Bertrandt und voestalpine Stahl umgesetzt. Die Verwendung von Stahl weist gegenüber Aluminium zahlreiche Vorteile auf. Bei gleicher Steifigkeit und Festigkeit kann die Stahlkonstruktion wesentlich kompakter ausgelegt werden. Sie ermöglicht somit eine bessere Nutzung des Bauraums und erhöht die Energiedichte des Batteriesystems. Außerdem lässt sich Stahl mehrfach ohne Qualitätseinbußen wiederverwerten.

Bei der Konzeption achteten die Bertrandt-Ingenieure des Weiteren auf die Dichtigkeit des Batteriegehäuses und verringerten hierzu die Anzahl der Schnittstellen zwischen den einzelnen Bauteilen. Möglich wird dies durch rollgewalzte Profile im Gehäuse. Das Stahlgehäuse verfügt somit über nur eine Schweißnaht und verringert daher Risiken hinsichtlich Dichtheit. Außerdem ist diese Fertigungstechnik kostengünstiger als andere Produktionsverfahren.

„Die Entwicklungskompetenz von Bertrandt und unsere Werkstoffkompetenz ermöglichten die hervorragende Zusammenarbeit in diesem gemeinsamen Projekt“, kommentiert Andrea Tuksa, Technical Customer Service Automotive bei voestalpine Stahl.

Stahlanwendung

Die Verwendung von Dualphasenstählen (z. B. CR330Y590T-DP) beim Deckel, Complexphasenstählen (z. B. CR900Y1180T-CP)) in der Crashstruktur, Weichstählen bei den Kühlplatten und einem Complexphasenstahl High Ductility (z. B. CR780Y980T-CH) beim C-Profil zeigt die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten im Stahlgehäuse.

Der Einsatz des nachhaltigen Materials Stahl trägt auch dem Umweltgedanken Rechnung, denn die Werkstoffe von voestalpine sind Benchmark im Bereich der Nachhaltigkeit und verursachen bei der Produktion etwa ein Achtel der CO2-Emissionen von Aluminium. Die „Bertrandt Scalable Battery Platform powered by voestalpine“ erfüllt die ECE-R100-Norm und ist für volumenstarke Fahrzeugsegmente bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Nachhaltigkeit ausgelegt.

 

(Quelle: voestalpine Stahl)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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