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GMH Gruppe und Nowega treiben die Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur voran

19.04.2021. Die GMH Gruppe will ihre Stahlproduktion bis 2050 klimaneutral gestalten. Ein Schlüssel dazu ist klimaneutraler grüner Wasserstoff. Der könnte durch Pipelines des Fernleitungsnetzbetreibers Nowega mit Sitz in Münster angeliefert werden. Beide Unternehmen sind Mitglieder der Initiative GET H2, die sich zum Ziel gesetzt hat, zügig eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur als wichtigen Baustein für das Gelingen […]

von | 19.04.21

19.04.2021. Die GMH Gruppe will ihre Stahlproduktion bis 2050 klimaneutral gestalten. Ein Schlüssel dazu ist klimaneutraler grüner Wasserstoff. Der könnte durch Pipelines des Fernleitungsnetzbetreibers Nowega mit Sitz in Münster angeliefert werden. Beide Unternehmen sind Mitglieder der Initiative GET H2, die sich zum Ziel gesetzt hat, zügig eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur als wichtigen Baustein für das Gelingen der Energiewende zu entwickeln.

„Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Hebel für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie. Dafür wollen wir bei uns die Grundlagen schaffen“, sagt Jean-Frédéric Castagnet, Leiter Technology and Innovation bei der GMH Gruppe. Schon heute liegt das Unternehmen dank der Produktion mit Elektrolichtbogenöfen bei CO2-Emissionen deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Die ausreichende Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff ist die wesentliche Säule für unserem Weg in die Klimaneutralität“, erklärt Castagnet.

Grüner Wasserstoff als Ersatz für Erdgas

Der grüne Wasserstoff soll in den Bearbeitungsprozessen langfristig Erdgas ersetzen. Dementsprechend hat die GMH Gruppe bei der so genannten Grüngasabfrage der deutschen Gas-Fernleitungsnetzbetreiber Bedarf angemeldet. Diese Abfrage ist wesentlicher Bestandteil der Planung für ein deutsches Wasserstoffnetz, das laut Bundesregierung nur da entstehen soll, wo auch der Bedarf vorhanden ist.

Hier kommt Nowega ins Spiel. Der Fernleitungsnetzbetreiber ist seit 2019 Teil der Initiative GET H2 und hat die Umsetzung einer ersten Wasserstoffinfrastruktur von Lingen bis Gelsenkirchen mit angestoßen, die Erzeugung, Transport, Speicherung und industriellen Verbrauch von grünem Wasserstoff verbindet. 2024 soll das Projekt als erstes frei zugängliches Wasserstoffnetz in Deutschland an den Start gehen.

Die GMH Gruppe ist einer der 42 GET H2 Partner – und ohnehin an das Fernleitungsnetz der Nowega angeschlossen. „Eine teilweise Umstellung der Infrastruktur auf Wasserstofftransport und damit ein Anschluss der GMH Gruppe an die Wasserstoffversorgung wäre ein logischer nächster Schritt“, sagt Frank Heunemann, Nowega-Geschäftsführer. „Wir freuen uns daher, mit der GMH Gruppe einen starken Partner in unserem Netzwerk zu haben, der in der Region ein enormes CO2-Einsparungspotenzial mitbringt.“ Gemeinsam wolle man sich dafür einsetzen, das Osnabrücker Land zügig an das öffentliche Wasserstoffnetz anzuschließen. „Wenn die Anbindung einmal erfolgt ist, ergibt sich auch für zahlreiche weitere Unternehmen die Möglichkeit, von diesem klimafreundlichen Energieträger zu profitieren“, unterstreicht Heunemann.

Hintergrund: H2-Transport und die Rolle in der Energiewende:

Der Transport von Wasserstoff in eigenen Netzen wird bereits seit mehreren Jahrzehnten in Deutschland und anderen europäischen Ländern durchgeführt. Bislang handelt es sich jedoch um einzelne private Netze der Industrie.

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Wind- und Solarstrom ermöglicht es, erneuerbare Energien über lange Strecken zu transportieren, insbesondere über Kavernenspeicher die erforderliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten und in Sektoren einzusetzen, die sich anders kaum klimaneutral gestalten lassen. Daher können die Erzeugung von grünem Wasserstoff und der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur bedeutende Schritte auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele sein.

 

(Quelle: GMH Gruppe)

 

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