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ArcelorMittal startet die ersten XCarb™-Initiativen

ArcelorMittal hat den Start seiner drei ersten XCarb™-Initiativen angekündigt. Dies ist Teil der Verpflichtung des Unternehmens, bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen. XCarb wird alle Produkte und Stahlherstellungsaktivitäten von ArcelorMittal für reduzierte, niedrige oder Null-Kohlenstoff-Emissionen sowie umfassendere Initiativen und grüne Innovationsprojekte in einem einzigen Projekt zusammenbringen, das sich auf die Erreichung nachweisbarer Fortschritte für klimaneutralen […]

von | 17.03.21

ArcelorMittal hat den Start seiner drei ersten XCarb™-Initiativen angekündigt. Dies ist Teil der Verpflichtung des Unternehmens, bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen.

XCarb wird alle Produkte und Stahlherstellungsaktivitäten von ArcelorMittal für reduzierte, niedrige oder Null-Kohlenstoff-Emissionen sowie umfassendere Initiativen und grüne Innovationsprojekte in einem einzigen Projekt zusammenbringen, das sich auf die Erreichung nachweisbarer Fortschritte für klimaneutralen Stahl konzentriert.

Um dies zu unterstützen, gab ArcelorMittal drei Initiativen unter der Marke bekannt:

  • „XCarb green steel“-Zertifikate werden es ermöglichen, unsere Kunden bei der Verringerung ihrer Scope-3-Emissionen zu unterstützen
  • Wegweisende „XCarb™ recycled and renewably produced“-Produkte für Kunden.
  • „XCarb™ Innovation Fund“.

 

Die ersten XCarb™-Initiativen, die starten sollen, sind:

„XCarb™ green steel“-Zertifikate

In allen ArcelorMittal Europe – Flat Products-Werken investiert das Unternehmen in eine Vielzahl von Initiativen zur Reduzierung der CO2-Emissionen aus dem Hochofen. Diese Initiativen reichen von den Smart-Carbon-Vorzeigeprojekten wie Torero (Umwandlung von Biomasse in Biokohle als Ersatz für die Verwendung von Kohle im Hochofen) und Carbalyst (Aufnahme kohlenstoffreicher Hochofenabgase und deren Umwandlung in Bioethanol, das dann zur Herstellung kohlenstoffarmer chemischer Produkte verwendet werden kann) bis zur Aufnahme wasserstoffreicher Abgase aus dem Stahlherstellungsprozess und deren Eindüsung in den Hochofen, um den Kohleverbrauch zu verringern.

Diese umfassenden Investitionen führen zu erheblichen CO2-Einsparungen, die in Form des allerersten Zertifizierungsprogramms der Branche an Kunden weitergegeben werden kann. CO2-Einsparungen werden zusammengefasst, unabhängig verifiziert und dann mit einem Umwandlungsfaktor, der die durchschnittliche CO2-Intensität der integrierten Stahlherstellung in Europa darstellt, in XCarb Green Steel-Zertifikate umgewandelt. Das Programm bietet Kunden daher die Möglichkeit, neben ihren physischen Stahlbestellungen Zertifikate zu kaufen, die es ihnen ermöglichen, eine Verringerung bei ihren Scope-3-CO2-Emissionen gemäß des “GHG Protocol Corporate Accounting and Reporting”- Standards zu berichten. Das Unternehmen rechnet mit 600.000 äquivalenten Green Steel-Tonnen bis Ende 2022.

„XCarb recycled and renewably produced“

„XCarb recycled and renewably produced“ ist für Produkte konzipiert, die der Elektrolichtbogenofen („EAF“) unter Verwendung von Stahlschrott herstellt. Recycelt und erneuerbar produziert bedeutet, dass der physische Stahl mit 100 % recyceltem Material (Schrott) unter Verwendung von erneuerbarer Elektrizität hergestellt wurde, was einen extrem niedrigen CO2-Fußabdruck von rund 300 kg CO2 pro t Stahl ergibt. Dieses Kundenangebot gilt für Flach- und Langstahlprodukte. Die im Stahlherstellungsprozess verwendete Elektrizität wird mit einer „Herkunftsgarantie“ aus erneuerbaren Quellen unabhängig verifiziert.

„XCarb™ Innovation Fund“

ArcelorMittal hat einen Innovationsfonds gegründet, der jährlich bis zu 100 Mio. US-$ in innovative Unternehmen investiert, die wegweisende oder bahnbrechende Technologien entwickeln, die den Übergang der Stahlindustrie zu klimaneutraler Stahlherstellung beschleunigen. Um Anspruch auf Geldmittel zu haben, müssen Unternehmen Technologien entwickeln, die ArcelorMittal auf seinem Weg zur Dekarbonisierung unterstützen. Die Technologie muss außerdem kommerziell skalierbar sein. (Details dazu in der weiteren Pressemitteilung, die der Konzern veröffentlicht hat).

 

(Quelle: ArcelorMittal)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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