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Arcelor Mittal: Emissionsarmer Stahl immer begehrter

Arcelor MIttal meldet, dass das Produkt XCarb® immer mehr Interessenten findet. Dabei handelt es sich um recycelten und erneuerbar hergestellten Stahl mit einem hohen Anteil an Stahlschrott. Er wird aus 100% erneuerbarer Energie hergestellt. Nachhaltig hergestellte Produkte sind nicht nur gut für die Umwelt. Unternehmen versprechen sich davon auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber konventionell hergestellten Produkten. […]

von | 01.06.22

Arcelor MIttal meldet, dass das Produkt XCarb® immer mehr Interessenten findet. Dabei handelt es sich um recycelten und erneuerbar hergestellten Stahl mit einem hohen Anteil an Stahlschrott. Er wird aus 100% erneuerbarer Energie hergestellt. Nachhaltig hergestellte Produkte sind nicht nur gut für die Umwelt. Unternehmen versprechen sich davon auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber konventionell hergestellten Produkten.

Lutz Bandusch, Chief Operating Officer bei ArcelorMittal Europe – Long Products, kommentiert:

„Wir rechnen bereits mit der steigenden Nachfrage und integrieren unsere emissionsarmen Stahlerzeugungstechnologien in unsere beiden technologischen Pfade für unser Net Zero-Stahlangebot: Innovative DRI und Smart Carbon, beides revolutionäre Wege der Stahlerzeugung, die das Potenzial haben, kohlenstoffneutralen Stahl zu liefern.“

Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem Konzernziel, bis 2050 weltweit kohlenstoffneutral zu werden und bis 2030 in Europa eine Reduzierung der Emissionen um 35 Prozent zu erreichen. Die Nachfrage nach recyceltem und erneuerbar hergestelltem XCarb®-Stahl steigt in vielen Bereichen.

Produkte für den Bausektor

Eine der anspruchsvollsten Industriesegmente im Hinblick auf die Dekarbonisierung ist die Bauindustrie. Stahl verwendet man als Bewehrungselement in Beton oder Kabeln. Bei diesen Produktfamilien handelt es sich hauptsächlich um Walzdraht, Bewehrungsstäbe in Stäben oder Bewehrungsstäben in Ringen und vorgespannte Stähle mit hohem Kohlenstoffgehalt (PSC). Die Vorschriften im skandinavischen Raum sind anspruchsvoller, aber alle Länder folgen den gleichen Trends. Die anspruchsvollsten Kunden sind die staatlichen Institutionen. Zum Zeitpunkt der Anfrage für neue Gebäude und Infrastrukturen enthalten die Anforderungen jetzt auch Schwellenwerte für den CO2-Fußabdruck. Neue Projekte werden genehmigt, wenn der CO2-Fußabdruck den Anforderungen entspricht.

Draht-Lösungen

ArcelorMittal WireSolutions wird durch seine vollständige vertikale Integration, vom Rohstoff bis zum Endprodukt, hauptsächlich mit dem Stahlwerk von ArcelorMittal Hamburg unter der Marke XCarb® eine Reihe von emissionsarmen Stahlprodukten anbieten.

Andere Branchen

Dazu gehören die Energie-, Verkehrs- und Automobilindustrie, die alle dem gleichen Trend zur Dekarbonisierung folgen wie die Bau- und Drahtindustrie. Beispiel Automobilindustrie: In den letzten Jahrzehnten war die Reduzierung der Auspuffemissionen das Hauptziel vieler Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer, OEM) und Tier-1-Zulieferer. Der erste Schritt zur Erreichung ihrer Ziele ist die Elektrifizierung der Fahrzeuge. Um diesen Ansatz zu vervollständigen, streben die OEMs auch eine Reduzierung ihrer eigenen Scope-3-Emissionen an. ArcelorMittal kann dazu beitragen, die Scope-3-Emissionen seiner Kunden zu reduzieren, indem es Stahl mit XCarb® Green Steel-Zertifikaten liefert, die die Einsparung von CO2-Emissionen an den Produktionsstandorten von ArcelorMittal Europe belegen.

Für die wichtigsten Produktgruppen berechnet man Umweltdaten und veröffentlicht sie in Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPDs). Dies sind standardisierte und geprüfte Dokumente, die anhand der Methodik der Lebenszyklusbewertung die Umweltauswirkungen eines Produkts angeben. Dazu gehört auch das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP), das den CO2-Fußabdruck eines Produkts auf einfache Weise angibt. Dadurch wird er vergleichbar. Zusätzlich zu den bereits sehr guten Nachhaltigkeitsdaten dieser Produkte bescheinigt es XCarb® recycelten und erneuerbar hergestellten Bewehrungsstäben ein GWP von 300 kg CO2-Äquivalenten (CO2) pro Tonne Fertigstahl, was weit unter dem Marktdurchschnitt liegt.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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