Generic filters
FS Logoi
Generic filters

Annalena Baerbock besucht ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

Während eines Besuchs bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt machte sich die Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ein Bild von den Transformationsplänen für den Industriestandort in Ostbrandenburg.

von | 21.06.21

Annalena Baerbock besucht ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

21.06.2021. Klimaneutrale Stahlproduktion ist ein wichtiges Thema bei ArcelorMittal. In Deutschland treibt der Stahlhersteller mit der Strategie „Steel4Future“ die Transformation an seinen vier Produktionsstandorten in Bremen, Duisburg, Eisenhüttenstadt und Hamburg voran. Während eines Besuchs bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt machte sich die Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vor Ort ein Bild von den Transformationsplänen für den Industriestandort in Ostbrandenburg.

Austausch mit Geschäftsführung, Betriebsrat und der Belegschaft

Neben politischen Gesprächen mit der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und der IG Metall Brandenburg hatte Baerbock auch Gelegenheit, Stahlwerkerinnen und Stahlwerker des größten Produktionsstandorts von ArcelorMittal in Ostdeutschland zu treffen.

Für die beiden Flachstahlwerke Bremen und Eisenhüttenstadt hat ArcelorMittal ein Konzept vorgelegt, um dort noch vor 2030 rund 3,5 Mio. t Stahl klimaneutral zu produzieren und so mehr als 5 Mio. t/a CO2-Emissionen einzusparen. Dafür sollen an beiden Standorten je eine Direktreduktionsanlage für Eisenerz und ein Elektrolichtbogenofen neu gebaut werden, um jeweils einen Hochofen bereits bis 2026 abzulösen und grünen Wasserstoff einzusetzen. Die CO2-Minderung wird zunächst mit Einsatz von Erdgas und – sobald in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Kosten verfügbar – grünem Wasserstoff geplant. Zum Aufbau der erforderlichen Infrastruktur mit grünem Wasserstoff durch Elektrolyse beteiligt ArcelorMittal sich in der Region am Aufbau des Wasserstoffclusters Ostbrandenburg.

Pakt zwischen Industrie und Politik

Annalena Baerbock, Bündnis 90/Die Grünen:

„Einige Unternehmen haben sich schon auf den Weg zur Klimaneutralität gemacht. Aufgabe der kommenden Bundesregierung muss es sein, diesen Unternehmen wie der gesamten Wirtschaft einen verlässlichen Rahmen für den Umbau zu geben. Mein Vorschlag ist daher ein Pakt zwischen Industrie und Politik, in dessen Zentrum Klimaschutzverträge stehen. Dieser Industriepakt ist ein zentrales Element des Aufbruchs in eine sozial-ökologische Marktwirtschaft und fördert die Kräfte des Marktes. Er setzt einen Rahmen und gibt Beschäftigten sowie betroffenen Regionen Sicherheit. Er garantiert Unternehmen, die sich der klimaneutralen Produktion verschreiben, die notwendige Planungssicherheit für den Umbau.“

 

Reiner Blaschek, CEO ArcelorMittal Flachstahl Deutschland:

„Wir wollen in Deutschland eine Vorreiterrolle übernehmen, bereits ab 2026 bis zu 50 % der CO2-Emissionen reduzieren und die klimaneutrale Produktion damit deutlich vor dem Ziel der Bundesrepublik erreichen, bis 2045 klimaneutral zu sein. Dazu sind enorme Investitionen notwendig, die wir nicht allein stemmen können. Die Förderabsichten der Bundesregierung sind hilfreich, nun muss auch die EU zustimmen. Doch das allein wird noch nicht reichen: wir brauchen auch Kunden für grünen Stahl, der mit höheren Produktionskosten verbunden sein wird. Hierzu ist ein Ausgleich der höheren Kosten notwendig, bis sich ein Markt für grünen Stahl etabliert hat.“

Dirk Vogeler, Betriebsratsvorsitzender:

„Der Besuch von Annalena Baerbock ist ein wichtiges Signal, dass die Politik unsere Pläne ernst nimmt und unterstützt. In der Stahlindustrie liegt der größte Hebel zur Erreichung der Klimaziele. Wir benötigen die Förderung von Investitionen. Die Unternehmen sollen sich an diesen Kosten beteiligen. Außerdem müssen erhöhte operative Kosten abgefedert werden, damit klimaneutraler Stahl eine Chance hat. Deutschland muss Industriestandort bleiben. Stahl ist einer der wichtigsten Grundstoffe für industrielle Produktion. Wir dürfen uns nicht von anderen Ländern abhängig machen. Das ist ein Grundstein für den Erhalt unserer Arbeitsplätze.“

 

(Quelle: ArcelorMittal)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Foto: ArcelorMittal

Jetzt Newsletter abonnieren

Die ganze Welt der Metallurgie, immer in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Fachinformationen für Sie

_temp_Strategische Einsichten aus aktuellen Studien zur Zukunft der Gasinfrastruktur mit Wasserstoff

_temp_Strategische Einsichten aus aktuellen Studien zur Zukunft der Gasinfrastruktur mit Wasserstoff

Autor: Ulrich Bünger

Im Zuge der Energiewende ist auch die Gasindustrie von der Europäischen Kommission aufgefordert, Strategien zur Defossilisierung der Gasversorgung bis 2050 zu entwickeln. Diese Entwicklung soll im europäischen Konsens der Akteure im Gassektor und ...

Zum Produkt

Pusher reheat furnace combines increased production with a reduction in emissions

Pusher reheat furnace combines increased production with a reduction in emissions

Autor: James Feese/Felix Lisin, Gerrit Wohlschläger, Sandra Runde
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Operators of furnace systems in the steel industry are being confronted to an ever increasing degree with rising fuel prices and stringent environmental regulations – regardless of whether their system is an ageing one or brand new. The dream ...

Zum Produkt

Industrie 4.0 – Prozesse und Ressourcen effizient managen

Industrie 4.0 – Prozesse und Ressourcen effizient managen

Vor dem Hintergrund der steigenden Rohstoffkosten rückt der effiziente Ressourceneinsatz immer mehr in den Fokus der Unternehmen. Das Management der kompletten Prozesskette von der Produktgestaltung über die Produktion und Logistik bis hin zu ...

Zum Produkt